Ein historischer Tag – für Generation Krisenmodus!

Historische Tage häufen sich, gestern, 25. März 2020, war wieder so einer! Die gute Nachricht des Tages: Generation 18 darf nun doch zum Abitur antreten. Sie hat  sich lange darauf vorbereitet und die Kultusminister der Länder haben sich geeinigt, dass die Prüfungen abgenommen werden. Die Abiturientinnen und Abiturienten werden selbstverständlich im Abstand von mindestens 1,50 m – dem derzeit deutschen Eichmaß – sitzen, vermutlich auch gendergerecht verteilt. So saßen sie allerdings immer schon, mit mindestens 2 m Abstand voneinander. Spickzettel im Strumpfband oder Socken sind derzeit aus der Mode, Generation 18 hat sich immer auf sein Mobilphone verlassen und kennt vermutlich die kleinen Helferlein nicht mehr. Vermutlich kennt sie nicht einmal das Wort. 

Die zweite gute Nachricht – die Bundesregierung will 136 Milliarden Euro Soforthilfe bereitstellen für die gebeutelten Unternehmen. Und selbstverständlich auch die Kleinunternehmen bedenken, die jetzt am Rande des Ruins stehen, weil sie ihre Mieten nicht zahlen können, geschweige denn irgendeine Möglichkeit haben, sich und ihre Familien durchzubringen. Sie müssen nur einen Antrag im Internet stellen.  Ganz einfach, setzt allerdings voraus, sie können das Internet so meistern, dass es ihnen gelingt, an die entsprechenden Seiten der Bundesregierung zu gelangen. Telefonische Nachfrage ist allüberall nicht mehr möglich. Warte-Schleife ist so ein Buchstaben-Konstrukt, das edle Tugenden wie Geduld und hübsche Augenweide in ein Wort zwingt. 

Und was sagt die Börse zu der guten Nachricht? Der Dax hat sich heute leicht erholt! 

Interessant ist, ob der Abitursjahrgang 2020 fehlerfrei die Nullen von 136 Milliarden benennen kann, würde danach gefragt im Prüfungsbogen. Sie, die Generation 18, muss nämlich die Nullen abarbeiten, mit oder ohne Job, wenn sie je so etwas wie Rente in Aussicht haben will.

Ob die 136 Mrd Soforthllfe für die Generation Krisenmodus demnach eine gute Nachricht ist, wird sich langfristig zeigen. Irgendwo muss das Geld ja herkommen – und wird auch irgendwo hinfließen. Und diesen Geldfluss korrekt nachzuvollziehen wird die edelste Aufgabe des deutschen Beamtentums sein. Das ganz sicher aufgestockt werden muss – bevor auch nur eine Krankenschwester oder ein Krankenpfleger am Monatsende durchatmen kann, weil das rote Minus vor der Endsumme des  Gehaltskontos verschwunden ist. 

Am 15. März 2019 fand der erste weltweite Klimastreik der FridaysForFuture-Bewegung statt. Anlass des Streiks war die Erkenntnis von Wissenschaftlern, dass es für das Weltklima womöglich besser sei, auf Flugzeug und Auto zu verzichten, wenn es nicht unbedingt nötig ist. So könnte in diesem einen Jahr der Debatte  doch auch der Dümmste kapiert haben, dass (nicht nur) die Reisebranche und der Fahrzeugbau einbrechen würden, wenn sich nur ein Teil der Bürgerinnen und Bürger aller Nationen daran halten würden. Das allerdings schwächte den Aktienmarkt, schon vor der Pandemie namens Corona. 

Es braucht  täglich nur drei Blicke, die notwendig sind, um das Tagesgeschehen weltweit zu verstehen: Der Blick auf die gemeldeten Infektionszahlen durch das Corona-Virus, auf die Expertenmeinungen zum Corona-Virus (derer gibt es einige, die in den Medien auftauchen, allerdings immer wieder die gleichen), und auf die Börsenschwankungen wegen des Corona-Virus. 

Den Zusammenhang all dieser Meldungen zu finden, haben wir ja jetzt Zeit: Denn „Wir bleiben zu Hause“. Dass die meisten Nachrichten ‚recycelt‘ werden, ist sicher lobenswert vom Standpunkt „Konsumgüter recyceln“. Ob es der aktuellen Wahrheitsfindung dient, darf sich schon gefragt werden. 

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